04.04.2017

11. Moselkongress in Kröv

Leuchtpunkte der Artenvielfalt, Mosel Qualitätsbetriebe und Wertschöpfungsstudie

Unter dem Motto „Eine ganze Region gewinnt“ kamen am 4. April 2017 rund 150 Akteure der Dachmarke, wie zertifizierte Betriebe aus den Bereichen Weinbau, Hotel- und Gaststättengewerbe, Kultur- und Weinbotschafter und Gäste aus den politischen und kommunalen Bereichen zum 11. Moselkongress in die Weinbrunnenhalle nach Kröv. 

11. Moselkongress in der Weinbrunnenhalle in Kröv

Nach der offiziellen Begrüßung der rund 150 Gäste durch Staatssekretär Andy Becht, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz und Landrat Gregor Eibes, Vorsitzender der Regionalinitiative Mosel präsentierte Dr. Manfred Zeiner, DWIF e.V. & Consulting die Ergebnisse einer gemeinsam von IHK Koblenz, IHK Trier und Mosellandtouristik GmbH beauftragten Studie zur wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus für die Mosel. Erstmals wurde auch die Zahl der Übernachtungen von Gästen im privaten Bereich, also bei Freunden, Bekannten und Verwandten, mit erfasst.

Das Ergebnis: Mit 2,13 Mio. Übernachtungen macht dieses bisher nicht erfasste Marktsegment einen erheblichen Anteil aus. Gemeinsam mit den acht Millionen Übernachtungen gegen Entgelt in allen Unterkunftsformen beläuft sich die Gesamtzahl auf mehr als zehn Millionen Übernachtungen im Mosel WeinKulturLand. Durch den Tourismus im Moselland wird ein jährlicher Bruttoumsatz von insgesamt 1.263,6 Mio. Euro erwirtschaftet. Davon entfallen 47 Prozent auf das Gastgewerbe mit den Beherbergungs- und Verpflegungsleistungen, 32 Prozent auf den Einzelhandel und 21 Prozent auf die allgemeinen Dienstleistungssegmente. Rund 22.780 Personen erzielen ein durchschnittliches Primäreinkommen aus dem Tourismus.

 

Podiumsdiskussion "Eine ganze Region gewinnt"mit Teilnehmern aus Gastgewerbe, Tourismus, Einzelhandel, Wein und Kultur: Frank Nollen, Christian Schardt, Viktor Hees, Sabine Winkhaus-Robert, Albrecht Ehses, Ansgar Schmitz, Tobias Scharfenberger, Matthias Ganter.

Ein wichtiger Bestandteil aller Moselkongresse ist die feierliche Auszeichnung neuer Qualitätsbetriebe. Seit 2013 zeichnet die Dachmarke auch Mosel-Imker aus. In diesem Jahr überreichte Landrat Eibes und Staatssekretär Andy Becht vier neuen Imkern ihre Auszeichnung als Qualitätsbetriebe der Dachmarke Mosel: Walter Huwer aus Hetzerath und drei Nachwuchsimker – Egon Müller aus Wiltingen, Paul Riek aus Zeltingen und Rene Herter aus Moselkern. „Wir sind sehr stolz darauf, vier neue Mosel-Imker in der Dachmarke begrüßen zu dürfen. Genauso erfreulich ist es aber auch, dass unsere bereits zertifizierten Mosel-Imker das Qualitätssignet - Geprüfte Qualität Initiative Mosel – erfolgreich nutzen, um die Herkunft und Qualität zu kommunizieren. Diesen Weg möchten wir mit allen Produkten der Dachmarke Mosel weiterführen und damit die ganze Region weiter voranbringen“, so Gregor Eibes, Landrat und Vorsitzender der Regionalinitiative Mosel. Um das begehrte Siegel zu erhalten, müssen sich die Mosel-Imker an die strengen Qualitätsanforderungen für Mosel-Honig und die Richtlinien des Deutschen Imkerbundes halten. Der Betriebsstandort aller ausgezeichneten Mosel-Imker ist das Weinanbaugebiet Mosel.

Seit 2013 zeichnet die Dachmarke Mosel-Imker aus. In diesem Jahr überreichte Staatssekretär Andy Becht, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz und Landrat Gregor Eibes, Vorsitzender der Regionalinitiative Mosel drei von vier neuen Imkern ihre Auszeichnung als Qualitätsbetriebe der Dachmarke Mosel! V.l.n.r.  Landrat Gregor Eibes, Staatssekretär Andy Becht, Walter Huwer aus Hetzerath,  Egon Müller aus Wiltingen,  Paul Riek aus Zeltingen und Moselweinkönigin Lisa Schmitt. 

Erstmals wurden im Rahmen des 11. Moselkongresses drei Leuchtpunkte der Artenvielfalt vorgestellt und ausgezeichnet: Für den Bereich Obermosel, Saar, Ruwer eine 130 Meter lange Trockenmauer in Wawern (Verbandsgemeinde Konz, Kreis Trier-Saarburg), für den Bereich Mittelmosel der Fährfels in Trittenheim (Verbandsgemeinde Schweich an der römischen Weinstraße, Kreis Trier-Saarburg) und für den Bereich der Terrassenmosel die Steinreiche – auch Steinräusche genannt – bei Mesenich (Verbandsgemeinde Cochem, Kreis Cochem-Zell).

 

Hubert Friedrich und Natur-Erlebnisbegleiter Mosel

Bis 2021 wählt das Dienstleistungszentrum (DLR) Mosel jedes Jahr drei Leuchtpunkte der Artenvielfalt aus. Diese sind Orte mit einer besonders hohen Dichte an charakteristischen Arten, Populationen und Lebensräumen. Vor Ort werden die Leuchtpunkte beschildert und der Besucher gelangt über einen QR-Code zu den Informationen des „Leuchtpunktes“.

Regionalmarkt mit Angeboten rund um das WeinKulturLand MOSEL

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem attraktiven Regionalmarkt. Die Aussteller zeigten mit den angebotenen Produkten eindrucksvoll, dass Regionalität ein Alleinstellungsmerkmal im weltweiten touristischen Angebot ist. Den Qualitätsgastgebern der Dachmarke Mosel ist es in Zusammenarbeit mit Kollegen und Partnern bereits eindrucksvoll gelungen, sich durch den Einsatz regionaler Produkte, die Kooperation mit regionalen Handwerkern und Dienstleistern oder die Verwendung regionaltypischer Materialien erfolgreich am Markt zu positionieren.

Nachmittags konnten die Besucher an einer kostenlosen Exkursion zum Leuchtpunkt 2016 nach Erden teilnehmen.