25.03.2020

Auf den Spuren der Römer die Mosel entdecken - Im Zentrum der Macht: Kaiser Konstantin

Konstantin der Große (306 bis 337 n. Chr.) gehört zu den bekanntesten römischen Kaisern. Seine Zeit als Gesamtherrscher über das Römische Imperium zu Beginn des vierten Jahrhunderts markiert einen Wendepunkt zwischen der heidnischen Antike und dem christlichen Mittelalter in Europa, indem er sich als erster römischer Kaiser taufen ließ.

Die Konstantin Basilika in Trier ist der größte noch erhaltene säulenlose Raum der Antike und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO

Sechs Jahre lang regierte Konstantin der Große von Trier aus die Welt, das unter seiner Herrschaft zur zweit wichtigsten Stadt des römischen Weltreichs aufstieg.Konstantin der Große wurde in der Basilika in Trier zum Kaiser ernannt und heiratete der Überlieferung nach Fausta, die Tochter des Kaisers Maximian. Heute ist die Konstantin Basilika der größte noch erhaltene säulenlose Raum der Antike und zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Bereits beim Betreten des einstigen Thronsaals und Herzstück des Palastbezirks können Besucher leicht nachvollziehen, wie winzig klein fremde Gesandte sich fühlten, wenn diese vor den römischen Kaiser Konstantin traten: 33 Meter über einem schwebte die Decke. Rund 60 Meter weit vorne saß der Kaiser auf seinem Thron, erhaben in einem Halbrund. Der Innenraum war mit kostbarem Marmor, kunstvollen Mosaiken und Statuen ausgestattet, angenehm beheizt mit verglasten Fenstern. Das Ende kam mit der Völkerwanderung. Von den Franken teilweise zerstört, verwandelte sich der Bau im Mittelalter in eine Burganlage, später wurden die Mauern für die Residenz der Trierer Erzbischöfe und Kurfürsten recycelt. Das große Kurfürstliche Palais ist noch heute eng mit der Basilika verbunden. Erst die Preußen verliehen dem Bau im 19. Jahrhundert wieder seine monumentale Größe und machten ihn zum protestantischen Gotteshaus - als Pendant zum katholischen Dom.

Noch heute sind nicht nur in Trier, sondern überall an der Mosel großartige Zeugnisse der antiken Weinkultur zu entdecken: Römische Villen, Kelterhäuser, Bergheiligtümer und einzigartige Grabmonumente säumen die Flussufer und Bergrücken von Mosel und Saar und sind durch das virtuelle Netzwerk „Straßen der Römer“ erlebnisreich zugänglich. Eine ganz besondere Art, auf den Spuren der Römer zu reisen, ist eine Moselfahrt mit der „Stella Noviomagi“. Der fahrtüchtige Nachbau eines römischen Weinschiffes verkehrt regelmäßig auf der Mosel und nimmt ab April gerne Passagiere mit. Wer die antiken Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden möchte, begibt sich auf den Moselsteig, der die schönsten antiken Denkmäler und Sehenswürdigkeiten mit intensivem Naturerleben verbindet. Wer mit dem Rad unterwegs ist, findet viele römische Sehenswürdigkeiten meist nahe des Radweges. Die Römer legten am Flussufer so genannte Lein- oder Treidelpfade an, die heute als stimmungsvolle Fahrradrouten genutzt werden.

Die exklusiven Rad- und Wanderpauschalen der Mosellandtouristik, lassen genügend Zeit für Sightseeing und kulinarische Genüsse. Die einwöchige „Große Radtour von Perl nach Koblenz“ kostet ab 499 Euro pro Person und beinhaltet sieben Übernachtungen, ein Abendessen, eine Stadtführung durch Trier, eine Schifffahrt und eine Seilbahnfahrt mit Eintritt zur Festung Ehrenbreitstein. Die Reisebroschüren der Mosellandtouristik sind gefüllt mit Ideen, Anregungen und Tipps für genussvolle Radtouren an der Mosel, erlebnisreiche Wanderungen auf dem Moselsteig und kulinarische Streifzüge durch das Moseltal. Die Broschüren werden mit weitreichenden Informationen, Unterkünften und Veranstaltungen auf www.visitmosel.de ergänzt. Die Konstantin Basilika ist eine Station der Straßen der Römer, www.strassen-der-roemer.eu.