06.07.2020

Mosel Musikfestival startet am 7. August

Mosel Musikfestival startet am 7. August mit einem Musik- und Genuss-Programm für Kopf, Bauch und Herz

Mit einem fahrenden Musikzimmer, Klang- und Rauminszenierungen sowie Konzert- und Weingenüssen für die eigenen vier Wände setzt sich das Mosel Musikfestival ab Anfang August „in Bewegung“ – und will in dieser Saison seinem Publikum noch ein Stück näher kommen. Das „Sommersprossen“-Programm widmet sich den jüngsten Musikfans – und zum Abschluss öffnen die Festivalmacher ihre Bühne für regionale Künstler und laden zu einem Überraschungskonzert ein.

Mit einem modular aufgebauten Konzept beginnt am 7. August die diesjährige Saison des Mosel Musikfestivals. Jeweils von Donnerstag bis Sonntag wird es mit verschiedenen Formaten unter dem Titel „in Bewegung“ ein künstlerisches Programm anbieten, dass sich nicht nur auf das Zuhören fokussiert, sondern zugleich Seelennahrung und Genussmomente bietet. „Nach dem Baukastenprinzip haben wir unterschiedliche Elemente entwickelt: Wir wollen spielerisch mit Nähe und Distanz umgehen. Ergänzt um visuelle oder kulinarische Erlebnisse, soll das Publikum Musik ‚live’ und auch digital genießen, sich wohl und sicher fühlen können“, erläutert Tobias Scharfenberger, Intendant des Mosel Musikfestivals. Gleichzeitig biete das Konzept ausreichende Möglichkeiten, flexibel auf pandemiebedingte Veränderungen reagieren zu können. Zahlreiche Programme sind auf 60 Minuten begrenzt; dafür werden die Künstler oftmals zweifach auftreten, um mehr Besuchern den Zugang zu gewährleisten und doch bestehende Vorschriften einzuhalten.

Mit den „RollingTones“ kommt das Festival zum Publikum

Ein fahrendes Musikzimmer bietet in dieser Saison die Bühne für die Künstler. Ein eigens für das Mosel Musikfestival ausgestatteten Anhänger wird vor außergewöhnlicher Kulisse wie der Abteikirche St. Maximin in Trier, der Burg Landshut in Bernkastel-Kues oder dem Klostergarten in Klausen halt machen und ist als „RollingTones“ Fixpunkt für besondere Konzerterlebnisse: Der junge Pianist Nuron Mukumi wird – das Beethoven-Jubiläum würdigend – die Sonate Nr. 23 „Appassionata“ spielen, interpretiert Schubert-Liedtranskriptionen von Franz Liszt und begleitet Tobias Scharfenberger bei Beethovens „An die ferne Geliebte“ – auch dies nicht nur eine Reminiszenz an den Jubilar, sondern zugleich eine Anspielung auf das Distanzgebot dieser Wochen und Monate (am 8. August, St. Maximin/Trier).

Die Cellistin Katja Zakotnik versetzt das Publikum in einen „Bachzustand“. Sie spielt die vier Solosuiten für Violoncello von Bach in einer neuen Reihenfolge, die Zuhörer unmittelbar in einen „Flow“ versetzt. Ein Klassikkonzert und gleichzeitig einen musikalischen Kuraufenthalt verspricht die Künstlerin ihrem Publikum – denn den Bach’schen Werken wird eine wohltuende Wirkung auf Körper und Geist nachgesagt (am 9. August, Burg Landshut/Bernkastel-Kues).

Eine abenteuerliche Weltreise dagegen werden die „RollingTones“-Konzerte von „Saxofourte“ sein. Das Saxophonquartett kommt einmal als Kammerorchester und dann wieder als Bigband auf die Festivalbühne – und das im Rahmen eines einzigen Konzerts: Tango, Musical und afrikanische Klänge verrücken Grenzen im Kopf und machen Lust auf Ungehörtes (vom 14. bis 16. August in Klausen, Trier-Kürenz, Moselkern und Winningen).

Auf „Wildes Holz“ hatte sich das Festivalpublikum in der ursprünglich geplanten Saison besonders gefreut. In angepasster Form, aber mit einem alles andere als angepassten Programm, kommen die virtuosen Holzinstrumentalisten mit dem fahrenden Musikzimmer in die Moselauen von Bernkastel-Kues (am 21. August). Tags zuvor gestalten sie einen Abend im Rahmen der „Jazz im Brunnenhof“-Reihe erneut mit dem für sie typischen „Holz-Sound“: von Klassik über Chanson bis Madonna und Coldplay beweisen die drei Künstler ihrem Publikum stets aufs Neue, dass die Blockflöte ein echtes Rockinstrument ist (20. August, Brunnenhof/ Trier).

„Kopfhören“ in eigens illuminierten Räumen

Nicht nur Genuss für die Ohren, sondern auch besondere Augenblicke verspricht das „Kopfhören“-Konzept des Mosel Musikfestivals in den Augustwochen. So bietet die aus Wittlich stammende Tänzerin und Choreographin Elisabeth Schilling Einblicke in die Entstehungsgeschichte ihres einzigartigen Tanzprojektes „Hear Eyes Move“. Die Kreation wird im Sommer 2021 in voller Länge beim Mosel Musikfestival zu erleben sein. Im stimmungsvoll illuminierten Raum von St. Maximin erhält das Publikum einen Audioguide und kann über Kopfhörer den Klangkosmos der „Études pour piano“ von Ligeti und zugleich die atmosphärische Beleuchtung auf sich wirken lassen, während Elisabeth Schilling die Besucher in den Kosmos der Entwicklung dieses Projektes einführt und erste Ausschnitte vorstellt (7. August, Abteikirche St. Maximin/Trier).

Musik aus der frühen Renaissance mit Klängen aus dem Bereich der „Minimal Music“ verbindet das Konzeptalbum „Circle Line“ der Berliner lautten compagney. Damit lädt das Festival das Publikum zu einer Museumstour der etwas anderen Art ein. Dabei startet nicht nur der Audioguide mit einem besonderen Einführungstext und der Musik des Ensembles, sondern auch das Kopfkino zur Frage, wie sich die Wahrnehmung in vermeintlich vertrauten Räumen verändert, in denen historische Monumente und römische Geschichte zu erleben sind – und die sich jetzt auf ganz besondere Weise illuminiert präsentieren (6. August, Rheinisches Landesmuseum/Trier).

In der darauffolgenden Woche liefert das Berliner Ensemble mit Ausschnitten aus einem weiteren seiner Konzeptalben „Bach without words“ auf dem digitalen Musikplayer den Soundtrack für einen der spektakulärsten Ausblicke auf das Moseltal: Vom sogenannten „Landschaftskino“ in Leiwen aus können Besucher auf den dort aufgestellten „Sinnenliegen“ und Sitzbänken einen bezaubernden Panorama-Blick über Mosel und Weinberge genießen – die Musik auf dem Ohr, ganz nah und doch so fern. Und so verschmelzen Farben und Klänge zu einer neuen Komposition aus Licht, Musik und Naturerlebnis (13. August, Moselsteig bei Leiwen).

„Hörgenießen“ lädt zum heimischen Konzert- und Weinabend

Das Festivalformat „Weinklang“, das in den zurückliegenden Jahren vom Publikum immer äußerst stark nachgefragt wurde, kommt in dieser Saison als „Hörgenießen“ zu Musik- und Weinfreunden direkt nach Hause. Für das Premium-Paket wurde eigens ein Musikprogramm aufgezeichnet, das die Jazz-Vocalistin Christina Clark mit ihrem Trio konzipierte. Das Konzert gibt es als CD sowie als Live-Mitschnitt auf DVD, und ist zugleich von einer kommentierten Weinprobe eingerahmt. Hier werden die sechs Weine und ein Sekt in kompetenter und zugleich charmanter Weise vorgestellt. Die Weine für das Premium-Paket, es kostet 146 €, wurden in Kooperation mit dem Festivalpartner Bernkasteler Ring e. V. ausgewählt.

Wer sich über den eigentlichen Festivalzeitraum hinaus von dieser Art des Privatkonzertes monatlich begeistern lassen möchte, für den gibt es Musik und Wein auch im „Hörgenießen“-Abonnement. Hierfür haben Künstler verschiedener Genres Programme zusammengestellt, die als exklusiv für das Festival produziertes Streaming-Angebot mit drei Weinen auf die Reise ins heimische Musikzimmer gehen. Für die kommenden Monate haben jeweils zwei Programme ausgewählt: die jungen Klaviervirtuosen Laetitia und Philip Hahn, die Schauspielerin Katja Heinrich und der Cellist Florian Hoheisel, die unter anderem ihr Programm „Wein, Weib & Cello“ präsentieren, sowie die Jazzerin Amanda Kapsch, die von Igor Zavatckii am Klavier begleitet wird und ihr brandneues Album „I’m glad there is you“ vorstellen. Die Weingüter Markus Molitor, Selbach-Oster, Richard Richter, Gessinger, Van Volxem und Maximin Grünhaus stellen in dem Genuss-Abo – es ist in Varianten für 2 Monate (für 124 €), 4 Monate (236 €) sowie 6 Monate (340 €) erhältlich – jeweils drei Weine vor.

„Sommersprossen“-Programm für Familien und Kinder

Auch das Familienprogramm des diesjährigen Mosel Musikfestivals setzt sich mit der von unserer Gesellschaft derzeit durchlebten Fragestellung von Nähe und Distanz auseinander. Im Rahmen der „Sommersprossen“ begleiten Kinder und ihre Familien so Ritter Friedolin (Countertenor Friedolin Obersteiner) und unterstützen ihn gemeinsam mit Burgfräulein Maren (Musikpädagogin Maren Donner) dabei, das Herz seiner Geliebten zu erobern (22. August, morgens im Kurgastzentrum Bernkastel-Kues, nachmittags in Saarburg).

Einen Tag später, am Sonntag, werden Maren Donner und Isabel Gabbe den zweiten Teil des „Sommersprossen“-Wochenendes gestalten: Erneut laden sie als Lilli Leichtfuß und Zola Zauderhaft zu einer weiteren musikalischen Entdeckungsreise am Klavier ein. Was die beiden eint, und dass sie in diesen Corona-Zeiten im wahrsten Sinne des Wortes Grenzen überwinden müssen, das soll zu einer Entdeckungstour für pfiffige Kinder und neugierige Erwachsene werden, die einiges an Geheimnissen verspricht (23. August, morgens in Saarburg und nachmittags im Kurgastzentrum Bernkastel-Kues).

 

Festivalabschluss mit Einladung an regionale Künstler und Überraschungskonzert am Abend des 29. August

„Zum Abschluss der Festivalsaison wollen wir die Bühne frei machen für Künstler aus der Region“, verspricht Intendant Tobias Scharfenberger und lädt explizit auch musikalischen Nachwuchs am 29. August nach Trier ein. „Es soll ein Forum für Musikerinnen und Musiker der Region sein, die nun so lange keine Auftrittsmöglichkeit hatten; mit ihnen gemeinsam wollen wir das Programm im Kurfürstlichen Palais gestalten.“ Über Auswahl und Ablauf wird es in den kommenden Wochen kontinuierlich weitere Informationen auf der Festival-Website und den Social-Media-Kanälen geben.

Eine ebensolche musikalische Überraschung wird das Konzert am Abend des Samstags. Ensemble und Solokünstler werden noch nicht verraten. Auch hier sollen aber das Experimentelle und Genreübergreifende im Vordergrund stehen – ganz nach dem Festivalmotto „in Bewegung“. „Unser Programm hat sich mit einer besonderen Dynamik entwickelt – und das wird auch bis zum Abschluss dieser Saison so bleiben. Daher wollen wir uns und den Künstlern hier alle Freiheiten erhalten und gemeinsam auf ein musikalisches Finale hinarbeiten“, erklärt Scharfenberger das Konzept.

Kein Geheimnis allerdings ist, dass der Abschlusstag des diesjährigen Mosel Musikfestivals vor allem durch die Spenden der Kartenkäufer möglich wird, die in den zurückliegenden Wochen auf die Zurückzahlung ihrer bereits erworbenen Tickets für das ursprüngliche geplante Festivalprogramm verzichtet haben; weitere Unterstützung kommt von den Festival-Sponsoren sowie dem Förderverein „Freunde des Mosel Musikfestivals“.

Hinweis für Redaktionen: Fotos zu dieser Pressemitteilung, insbesondere von den Künstlerinnen und Künstlern, finden Sie zum Download auf der Festival-Website www.moselmusikfestival.de/presse

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Mosel Musikfestival gem. Veranstaltungsgesellschaft mbH
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