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Der "Eselstratt" von Trittenheim

Touristinformation Trittenheim
Moselweinstrasse 55
54349 Trittenheim

Tel. (0049) 0049 6507 2227
Fax (0049) 0049 6507 2040


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Beschreibung

Auf einem Bergrücken oberhalb von Trittenheim steht still und einsam ein ca. 3000 bis 3500 Jahre altes Relikt der Megalithkultur: der "Eselstratt" von Trittenheim. Dieser Hinkelstein ist einer der wenigen im Mittelmoselraum erhaltenen Menhire (keltisch: Men=lang, hir=Stein) oder Monolithen. Die Megalithkultur drang vor etwa 3000 Jahren von Frankreich (Bretagne) und England/Irland herkommend in den Moselraum und Südwestdeutschland ein. Die Menschen dieser Kultur, die sesshaft wurden und von Ackerbau und Viehzucht lebten, nutzten die Steine als religiöse Kultstätten zur Ahnenverehrung. Auch sollen Menhire zur Abgrenzung von Stammesterritorien gedient haben. Der Hinkelstein bei Trittenheim weist deutliche Bearbeitungsspuren von Werkzeugen auf. Mit einer großen Portion Phantasie erkennt man in ihm die Gestalt einer wohlgenährten Frau mit kleinem Kopf. Aus-meißelungen an der Seite stellen Arme, eine kreisrunde Vertiefung am Fuße des Steines einen Bauchnabel dar. Auf dieser Vertiefung beruht die Legende vom Trittenheimer "Eselstratt": eine christliche Jungfrau soll sich auf der Flucht vor einem heidnischen Ritter an dieser Stelle mit ihrem Reittier, einem Esel, durch einen heftigen Sprung in das Moseltal gestürzt haben. Der Hufabdruck des Esels blieb im Stein zurück. Ein gleicher Abdruck soll im Felsgestein des gegenüberliegenden Moselufers bei Köwerich zu sehen sein, wenn die Mosel Niedrigwasser führt. Dort landete der Esel unversehrt und rettete die Jungfrau. Der feindliche Ritter wurde durch den Anblick des Wunders zum Christentum bekehrt.