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Die römsiche Wasserleitung bei Waldrach

Tourist-Information Ruwer
Bahnhofstraße 37a
54317 Kasel

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Fax (0049) 651 1709403


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Beschreibung

Die römische Wasserleitung bei Waldrach

Die römische Wasserleitung an der "Straße der Römer"

Oberhalb Waldrach ist auf einem Parkplatz der Ruwertalstraße eine Nachbildung der römischen Wasserleitung zu sehen. Auf einem Betonsockel wurde ein kurzes Stück dieser Wasserleitung nachgebaut, um die Bauweise und den Querschnitt zu demonstrieren. Das Baumaterial entstammt der originalen römischen Wasserleitung, die 1974 bei der notwendig gewordenen Verlegung der Ruwertalstraße in unmittelbarer Nähe abgebaggert werden musste. Der größte Teil dieses bedeutenden Bauwerks aus der Römerzeit liegt jedoch heute noch im westlichen Ruwertalhang in der Erde verborgen.

Um den steigenden Wasserverbrauch des römischen Trier zu sichern, wurde wahrscheinlich schon im 2. Jahrhundert n. Chr. diese Aquäduktleitung gebaut. Oberhalb Waldrach und ca. 200 m oberhalb der Einmündung der Riveris wurde die Ruwer abgefasst und einer Kanalleitung zugeführt Dieser Kanal verlief meist unterirdisch und folgte mit geringem, aber gleichmäßigem Gefälle den Konturen der westlichen Ruwertalseite. Wo tiefere Nebentäler einmündeten, wurde der Kanal auf Brückenkonstruktionen weitergeführt. Die letzten Reste dieser Aquädukte wurden bei Kasel in der Mitte des vorigen Jahrhunderts zerstört. An vielen Stellen wurde der Kanal bei Erdarbeiten gesichtet und zeitweise freigelegt. Er verlief aus dem Ruwertal kommend entlang des Grünebergs nach Trier bis in die Nähe der heutigen Löwenbrauerei, von wo das Wasser zu Brunnen und Wasserspeichern weitergeleitet wurde.

Gebaut war die Wasserleitung aus Sandsteinquadern, Schieferbruchsteinen und Kalkmörtel. Sie besaß einen Querschnitt von 0,72 m Breite zu 0,90 m Höhe. Sinter? und Verputzspuren an den Kanalwangen weisen auf eine mittlere Wasserdurchlaufhöhe von 0,60 m Höhe. Danach berechnet sich die Leistungsfähigkeit, bezogen auf die mittlere Fließgeschwindigkeit der Ruwer, auf 0,29 m2/sec = 25 400 m2 pro Tag. Das wären über 9 Millionen m2 im Jahr. Diese Menge entspricht ungefähr dem Trinkwasserbedarf der Stadt Trier heute.

Das überschüssige Wasser wurde damals der städtischen Kanalisation zugeführt. Heute erhält die Stadt Trier ihr Trinkwasser zum Teil wieder aus dem gleichen Wassereinzugsgebiet des Hochwaldes, aus der Riveristalsperre.

Öffnungszeiten: frei zugänglich

 

Öffnungszeiten

Immer frei zugänglich.