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Ehemaliger Karthäuserhof

Karthäuserhof
Karthäuserplatz
54498 Piesport


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Beschreibung

Zum Anwesen gehörten Liegenschaften und Gebäude. Das Haupthaus stammt aus dem Jahre 1742. Auf dem Wappenschild sind die Insignien des Karthäuserordens zu sehen. Die Buchstaben O C stehen für Ordo Cartusiensis. Zum klösterlichen Gut gehörten Weinberge, Felder, ein Winzerhaus mit Kelter und Weinkeller (St. Martinstraße 87) sowie ein Gebäude mit der „Zehnt-Scheune“ und einem Speicher (In der Dur 15). Hofleute bewirtschafteten das Gut. Zusätzlich bezog die Karthause von der Bevölkerung des Dorfes noch den Frucht- und Weinzehnten. Der Einfluss der Ordensgemeinschaft erreichte im 14. Jahrhundert einen Höhepunkt, als die Pfarrei St. Martin der Trierer Karthause angegliedert (incorporiert) wurde. Sie erwarb das Patronatsrecht. Im Spätmittelalter erlangte der „Karthäuserhof“ größeren Einfluss als der wesentlich ältere „Mettlacher Hof“. Bindeglied zwischen beiden blieb die „Allerheiligen-Kapelle“.

 

Haus Breit (In der Dur 15)

An dieser Stelle hatte der "Karthäuserhof" seine „Feldscheune“. In ihr wurde das Getreide gedroschen und die Frucht auf dem Speicher gelagert. Der klösterliche Gutshof erhielt nämlich 2/3 des Fruchtzehnten. Deshalb hieß das Gebäude auch „Zehntscheune“.

 

Haus Ertz (St. Martinstraße 87)

Das stattliche Wohnhaus (St. Martinstraße 87) von 1794 zählte bis 1801 zum „Karthäuserhof“. Es weist typische Merkmale eines alten Winzerhauses auf. Der Keller, das Erd- und Obergeschoss sind mit Bruchsteinen in Massivbauweise ausgeführt. An der älteren Giebelseite wird ein schlichtes Fachwerk sichtbar. Auffallend sind das große Mansardendach und der Krüppelwalm an der Giebelseite. Wie ein dekoratives Element wirkt der zierliche Erker. Ein weiteres Merkmal für ein Winzerhaus ist der Kellereingang von der Hofseite her. Der Keller des ehemaligen klösterlichen Weinhofes ist gut erhalten.