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Römische Wasserleitung

Tourist-Information Ruwer
Bahnhofstraße 37a
54317 Kasel

Tel. (0049) 651 1701818
Fax (0049) 651 1709403


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Beschreibung

Die Römische Ruwerwasserleitung versorgte das antike Trier (Augusta Treverorum) mit Wasser aus der Ruwer, einem rechten Moselzufluss. Die Entnahme des Wassers erfolgte etwa 200 Meter oberhalb der Riverismündung in die Ruwer bei Waldrach auf etwa 160 Meter über NN ♁(49,74° N; 6,75° O)Koordinaten: 49° 44′ 20″ N, 6° 44′ 45″ O | | . Das Aquädukt mit einer Länge von 12,8 Kilometern und einem Gefälle von 7,74 Metern (= 0,6 ‰) führte durch das Ruwertal und am Grüneberg vorbei über das Avelertal nach Trier in den Bereich nördlich des Amphitheaters, von wo das Wasser in Brunnen und Wasserspeicher weitergeleitet wurde. Das Wasser wurde auch verwendet für den Betrieb der Kaiserthermen und der Barbarathermen.

Die Anlage wurde im frühen 2. Jahrhundert aus Sandsteinquadern, Schieferbruchsteinen und Kalkmörtel errichtet und führte teilweise über Brückenkonstruktionen. Die Breite des Kanals betrug 74 cm, die Höhe 96 cm. Die mittlere Wasserdurchlaufhöhe betrug etwa 60 cm, abzulesen an den Sinter- und Verputzspuren an den Kanalwangen.

Die Leistungsfähigkeit, bezogen auf die mittlere Fließgeschwindigkeit der Ruwer von etwa 0,29 m³/s ergibt etwa 25.000 m³ pro Tag und somit mehr als 9 Millionen m³ pro Jahr. Diese Menge entspricht ungefähr dem Trinkwasserbedarf der heutigen Stadt Trier.

Reste des Originals der Wasserleitung wurden in Waldrach im Bereich des ehemaligen Bahnhofes unmittelbar am Ruwer-Hochwald-Radweg freigelegt.

Öffnungszeiten

Keine Öffnungszeiten, jederzeit frei zugänglich.