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30.07.2019

Unser Mosel Reporter ist mit seinem Mikrofon im Moselland unterwegs und entdeckt für Sie Spannendes, Kurioses und Leckeres.

 

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Unterwegs mit Alpakas

Ein Freizeittipp von Valerie Rogge, Marketing

 
Ob sie wohl weich und flauschig sind? Ob sie spucken? Und ob sie sich kuscheln lassen? All diese Fragen stelle ich mir immer wieder, seitdem ich weiß, dass ich eine Alpaka-Wanderung machen werde.

Mitte Februar ist es endlich soweit: Zu viert mache ich mich mit Freunden auf den Weg nach Lieser im Moselland zur Tier-Farm ABAYOMI, wo uns 6 Alpakas und 2 Pferde erwarten und Katrin Helbig uns freundlich begrüßt. Die Physiotherapeutin und Bobath-Kinder-Therapeutin führt ABAYOMI zusammen mit Erzieherin, Dipl. Heilpädagogin und Reittherapeutin Silke Kost.
Beide setzen ihre Tiere auch in ihren Jobs ein und nutzen die Alpakas und Pferde zum Beispiel für therapeutische Einheiten mit Kindern.

Wir betreten die Weide, auf der die Alpakas das ganze Jahr verbringen. Nun sind sie noch auf einem kleineren Wiesenstück in der Nähe des Stalls eingezäunt.
„Alpakas sind Herdentiere mit einer klaren Rangordnung und mögen es nicht, wenn man einfach so ihren Bereich betritt“, erklärt Katrin. Das hört man dann auch, als Sam, ein hellbraunes Alpaka, zu summen beginnt. „Sam ist der Chef der Weide und das ist nun seine Art euch zu begrüßen und euch mitzuteilen, dass ihr auf seinem Grundstück steht“.

Wir halten noch ein wenig Abstand und lassen die Tiere erst einmal schauen.
 

Alpakas auf der Weide
Begrüßung der Alpakas

Katrin stellt uns die Tiere vor: Es sind Merlin und Silas, ihre beiden Alpaka-Hengste, sowie Pippin, Merry, Frodo und Sam, Hengste von Silke Kost.
Im nächsten Jahr möchten die beiden Frauen die Herde vielleicht noch um zwei Tiere erweitern. „Dies muss gut überlegt sein und der Zeitpunkt muss passen, denn für die Tiere ist das aufregend und auch etwas stressig“, meint Katrin. Die Rangordnung muss neu geklärt werden und die „Neuen“ müssen sich ins Gesamtgefüge gut einpassen.

Bei den 6 Alpakas von ABAYOMI ist Sam zwar der Chef des Territoriums, aber Frodo ist der Chef der Herde. Er sorgt dafür, dass sich alle benehmen und nur er darf bei allen anderen aus dem Futtertrog fressen.

Apropos Futter: bevor wir uns mit den wolligen Tieren auf einen Spaziergang begeben, gibt es für sie noch etwas zu Fressen. Ein Schälchen Alpaka-Müsli für jeden; dann legt Katrin ihnen ein Halfter an und bringt die Tiere nacheinander zu uns.
Frodo ist der erste, der sich nach kurzem Beschnuppern für mich entscheidet. Am liebsten würde ich ihn kuscheln, unter den Arm klemmen und losmarschieren, aber tatsächlich sind die Tiere gar nicht an allzu viel menschlichem Kontakt interessiert, wie es vielleicht Hunde und Katzen sind. Wenn man ruhig ist und sich auf die Tiere einlässt, nähern sie sich aber und kurz am Hals streicheln erlaubt mir Frodo dann auch. Das löst schon eine kleine Euphorie in mir aus. Das Fell fühlt sich so unglaublich flauschig an, noch weicher, als ich es mir vorgestellt habe.
 

Wolliges Alpaka
Silas genießt den Spaziergang

 
Einmal im Jahr werden die Alpakas geschoren. Die Wolle der Tiere von ABAYOMI geben Katrin und Silke zu einer deutschen Firma, die damit Füllungen für Steppbetten herstellt. „Wie kuschelig müssen die sein?“, denke ich und fasse nochmal vorsichtig in Frodos Fell.

Pippin, Merry und Silas haben nun auch ihre Begleitungen für den Spaziergang gefunden. Merlin und Sam werden von Katrin geführt. "Ihr werdet sehen, dass es insgesamt sehr entspannt sein wird,“ kündigt sie an.

Wir machen uns auf den Weg.

 

 
Schon nach wenigen Metern machen wir den ersten Stopp. Am Wegesrand wartet saftiges Gras und die Tiere sind ganz in ihrem Element. Fast keinem Grashalm können sie widerstehen und so kommen wir nur sehr gemächlich voran. Alle paar Meter wird der Mund wieder mit frischem Grün gefüllt und gemütlich kauend geht’s ein Stück weiter.
 

Alpaka beim Fressen
Frodo liebt Gras

Dabei achtet Frodo immer auf den Rest der Herde und hat sich dazu mit mir als Vorletzter in die Gruppe eingereiht. Wenn Silas oder die anderen aus der Reihe tanzen, beschwert er sich mit einem lauteren Summen oder ermahnt seine Herdenmitglieder mit einem kräftigen Pusten in ihre Richtung zur Ordnung.

Merry ist das Schlusslicht beim Gruppenspaziergang, aber nicht nur bei unserem, wie uns Katrin später sagt. Die Tiere pflegen ihre Gewohnheiten, so auch die Rollen beim Spaziergang.

Die Zeit vergeht schnell, obwohl wir uns nur langsam bewegen. Für eine Strecke von etwa 3 Kilometern, benötigen wir mit 6 Tieren und 5 Personen fast eineinhalb Stunden.

Das ist pure Entschleunigung!

Ich bin überrascht wie entspannt die Tiere bei diesem Ausflug sind und merke, wie sie diese Entspannung auf mich übertragen. Während Frodo den Boden nach leckeren Pflanzen abgrast, schaue ich ihm zu und muss beim Anblick seines ungestillten Hungers einfach schmunzeln. Es macht mich glücklich, die Tiere so froh und entspannt zu sehen.
Mein Blick schweift immer wieder in die weite Landschaft, die von der schon warmen Sonne angestrahlten Weinberge oberhalb von Lieser, die man bei diesem Spaziergang richtig genießen kann.
 

Spaziergang mit Alpakas
Sam und Merlin genießen Sonne und Gras.

 
Zwischendurch, wenn Frodo den Kopf hebt, um die Herde im Blick zu halten, stellt er fest, dass Silas, Pippin, Sam und Merlin bereits ein gutes Stück weitergezogen sind.
Dann wird kurzzeitig der Laufschritt eingelegt und die Lücke zu den anderen wieder geschlossen. Schlusslicht Merry und sein Spazierbegleiter tun es Frodo gleich und nach kurzer Zeit sind alle wieder beisammen.

Alpakas sind auch ziemlich schnelle Läufer, wie ich danach, etwas außer Puste, feststellen muss. Gut, dass wir direkt wieder zum gemütlichen Teil übergehen – dem Fressen.

„Alpakas sind auch gute Landschaftsschützer“, merkt Katrin dabei an, „Sie fressen nie die Wurzel der Pflanzen und treten mit ihren weichen Hufen den Boden fest“.
Somit bringt man mit der Alpaka-Wanderung nicht nur sich selbst Entschleunigung, sondern auch noch der Natur etwas Gutes.

Synergien schaffen – das mag ich! :-)

Zurück an der Weide bekommen die Tiere nochmals einen kleinen Möhren-Snack…als hätte es in den letzten Stunden nichts zu Fressen gegeben ;-)
Frodo steckt den Kopf auch in die Schüsseln der anderen und schon ist alles weg.

Ein letztes Mal Streicheln und dann lassen wir die 6 wolligen Hengste wieder auf ihre Weide. Eine vorbeigehende Gruppe Wanderer wird von Sam gleich wieder mit lautem Surren zum Abstandhalten ermahnt. „Betreten meines Grundstücks verboten“, hört man ihn sozusagen summen.

Ich bin wieder beeindruckt, wie die Herde sich organisiert und über Nasen- und Kopfstellung miteinander kommuniziert. Die Tiere sind untereinander mit sich vertraut und dem Menschen an sich nicht sehr zugewandt.
Aber wer sich ganz auf das Erlebnis einlässt kann wirklich das erfahren, was der Name verspricht: ABAYOMI – „eine freundliche Begegnung“.
 

Selfie mit einem Alpaka
Eine freundliche Begegnung mit Frodo.

 

„ABOYOMI – Wandern mit Alpakas“
bietet geführte Spaziergänge mit Alpakas für Kinder und Erwachsene auf individuelle Anfrage in Lieser an der Mosel.

Informationen und Kontakt unter www.abayomi-lieser.de