Online buchen

Anreise
Anzahl Tage Anzahl Zimmer Anzahl Personen

Wunsch-Gastgeber finden


Zertifizierungen


Ausstattung


Aktuelles

22.09.2020

Großer Erfolg für die Mosel: Das Moseltal gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten ausländischer Touristen in Deutschland.

Weiterlesen

18.09.2020

Tipps und Infos rund um die Römer in der Region “SALVE auf den Straßen der Römer!”

Weiterlesen

03.09.2020

Immer Anfang November, im goldenen Moselherbst, wird das „Moselsteig Wanderevent Wünschelrouten“ gefeiert. Mit kundigen Winzern, Naturerlebnisbegleitern sowie Kultur- und Weinbotschaftern geht es 2020...

Weiterlesen

Weingüter von Adel: Prost, Herr Baron!

Vor über 100 Jahren wurde die Monarchie abgeschafft. Und auch der Adel hat nichts mehr zu sagen. Doch viele Weingüter von Winzern blauen Blutes haben sich bestens gehalten. Hier sind neun herrschaftliche Adressen für eine königliche Reise entlang von Mosel und Saar.

In Schweden glitzern Victoria und Daniel, in den Niederlanden winken Máxima und Willem-Alexander vom Balkon. In Großbritannien versprühen gleich mehrere Generationen der Windsors royalen Glamour. Bei uns repräsentiert Bundespräsident Frank Walter Steinmeier bei Staatsbesuchen das Land.

Das älteste Schlossweingut der Mosel

Adel verpflichtet heutzutage zu nichts mehr. Es sei denn, man möchte das älteste Schlossweingut der Mosel bewahren. Schon seit 1534 ist Schloss Thorn in Familienbesitz. Wer aristokratischen Zauber sucht, ist dort richtig. Ursprünglich als Burganlage im 13. Jahrhundert in Palzem errichtet, vereinigt das vornehme Anwesen Baustile vom Mittelalter bis zum Barock. „Cella Vinaria“ nennt Baron von Hobe-Gelting seine Probierstube, in der Weinfreunde während der Saison die Tropfen ohne Voranmeldung verkosten können.

Wohlklang im Namen

Der Riesling war lange ein gutes Geschäft für den Adel. Deshalb blieben im ganzen Weinanbaugebiet sehenswerte Güter mit wohlklingenden Namen zurück.
Winningen glänzt mit dem Weingut Freiherr von Heddesdorff, wo die Ahnen des jetzigen Hausherrn Andreas von Canal schon 1424 residierten. Das Stammhaus mit den markanten Rundtürmen ist ein Blickfang.
 

Umgeben von Reben über dem Ruwertal

Und wie gemalt thront das Schloss Marienlay über dem Ruwertal umgeben von Reben. Geschaffen haben dieses Gesamtkunstwerk die Reichsgrafen von Kesselstatt. Das Weingut blickt auf über 650 Jahre Vergangenheit zurück. Obwohl es zwar viel älter aussieht, wurde Schloss Marienlay erst um 1920 an der Stelle eines Kelterhauses gemauert. Für eine Weinprobe in dem Gemäuer bedarf es nur eines Termins.
 

Auf Du und Du mit dem Adel

Auch im Weingut Georg Fritz von Nell in Trier dreht sich seit 200 Jahren alles um Wein. Wer bei den von Nells einkehrt, begibt sich auf Du und Du mit dem Adel. Ob bei einer Fahrt mit dem Oldtimerbus, in der gemütlichen Weinstube oder bei Führungen durch den Weinberg. Winzermeister Georg Fritz von Nell kümmert sich um den Wein. Ehefrau Evi um die Küche und das Wohl ihrer Gäste. Die Söhne Georg und Felix, beide Winzer, legen sich ins Zeug, damit alle Maschinen und Weinproben wie am Schnürchen laufen. In dem sympathischen Familienbetrieb helfen alle mit, und keiner bricht sich dabei einen Zacken aus der Krone. 
 

Historisches Ambiente erleben

In Eller hat das Weingut Freiherr von Landenberg Spuren hinterlassen. Das Anwesen mit Kaminzimmer und Hauskapelle diente im 16. Jahrhundert als kurfürstliches Kelterhaus. Eine Sammlung von Ofenplatten schmückt die Fassade, im Rosengarten steht eine gewaltige Traubenpresse von 1641. In der Vinothek und im Gewölbekeller können Besucher bei einer Weinprobe historisches Ambiente atmen. Übersehen kann man das Bilderbuch-Anwesen an der Moselfront nicht.
 

Originelles Anwesen mit Durchgangsverkehr

Noch näher an der Uferstraße liegt nur noch das Gondorfer Schloss. Wer an der Mosel auf der B 416 Richtung Koblenz unterwegs ist, fährt tatsächlich mitten durch das Gemäuer. Immer wieder halten Autofahrer an, um das Schloss mit Durchgangsverkehr zu knipsen.
Es war der Stammsitz der Fürsten von der Leyen – seinerzeit das mächtigste Adelsgeschlecht der Region. Im Jahr 1720 zählten 275.000 Rebstöcke zu ihrem Besitz. Heute ist in dem originellen Anwesen ein Weinmuseum untergebracht, auch Weinproben sind möglich.
 

Aus Alt mach Neu

Nur einen Steinwurf entfernt erhebt sich das aristokratische Schloss Liebieg mit seinem Rapunzel-Türmchen, Erkern und Balustraden. Schon früher gehörte ein Weingut zu dem Adelssitz. Heute entsteht eine neue Kellerei mit Vinothek, in der man die Weine des Klüsserather Winzers Bernhard Kirsten verkosten kann.

Einst wusste jeder, dass man Liebieg mit „ie“ schreibt. Denn die geadelte Familie gehörte zu den reichsten Unternehmern auf dem europäischen Kontinent. Zudem legte die ehemalige Hausherrin, Baronin Angelika von Liebieg, in Gondorf keltische und römische Gräber frei. Und Sohn Theodor sorgte mit der allerersten Fernfahrt für Furore, als er 1894 im Benz Viktoria mit Tempo 20 von Reichenberg an die Mosel schneckte. Eine ambitionierte Familie mit Schlagzeilen-Potential.
 

Prominent betrieben

Bis heute ist der weltweite Adel der Liebling der Regenbogenpresse. Vor allem das britische Königshaus lässt immer wieder den Blätterwald rauschen. Als der neue Eigentümer das Saar-Weingut von Orthegraven übernahm, herrschte ein Presserummel als kämen Prinz Harry und Meghan persönlich in Kanzem zu Besuch. Die Großmutter von Günther Jauch war eine geborene von Orthegraven. Seit 1805 ist das Weingut im Familienbesitz. Als es zum Verkauf stand, ließ sich der TV-Moderator mit seiner Frau Thea Sihler darauf ein, es in siebter Generation weiterzuführen.

Der Besuch lohnt sich. Nicht nur wegen der Vinothek. Auch das Anwesen der Jauchs ist ein Augenschmaus. Vor dem eleganten Herrenhaus eröffnet sich ein Park, in dem seit Jahrhunderten exotische Bäume wachsen. Dahinter erhebt sich ein steiles Rebenmeer.

Es waren Weinlagen wie der Kanzemer Herrenberg, die den Saarwein einst zur Begehrlichkeit machten. Deshalb investierten wohlhabende Adelige kräftig in der Region. Etwa der preußische Staatsminister Clemens Freiherr von Schorlemer zu Lieser. Der Reichsfreiherr wohnte mit seiner Familie an der Mosel, denn seine Frau Maria, eine geborene Puricelli, hatte das prächtige Schloss Lieser mit in die Ehe gebracht. Im Jahr 1904 ließ er eine Hofanlage mit Kelterhaus und Remise hoch über der Saar am Weinberg errichten. 

Von wildem Wein umrankt

Heute gehört das Weingut Würtzberg der Familie Heimes, die Besucher in ihrem hübschen, von wildem Wein umrankten Anwesen herzlich willkommen heißt. Zu einer Weinprobe gehört auch eine Führung durch den sehenswerten doppelgeschossigen Gewölbekeller. Jungwinzer Felix Heimes hat den royalen Traum, das britische Königshaus mit seinen Weinen zu beliefern. Ganz so wie früher.